Standpunkte

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Im Schulterschluss mit der Wirtschaft

Das Emsland ist stark, die Unternehmen sind erfolgreich, die Wirtschaft brummt. Eine Reihe großer, namhafter Unternehmen bildet mit zahlreichen kleinen und mittelständischen Betrieben die Basis für den emsländischen Erfolg. Darunter sind viele gewachsene und oftmals inhabergeführte Unternehmen, die sich zur Region bekennen und fest im Emsland verwurzelt sind. Ziel müssen gute Rahmenbedingungen und Wachstumschancen für die Wirtschaft sein, damit die Unternehmen auch zukünftig Garanten unserer Vollbeschäftigung sind.

  • Die sichere und wohnortnahe Arbeit ist die wesentliche Grundlage für die hohe Lebensqualität im Emsland. Jeder Mensch braucht eine Aufgabe, zugleich ist eine Erwerbstätigkeit die Voraussetzung für ein selbstbestimmtes, zufriedenes Leben des Einzelnen. Mein Ziel ist daher, um jeden dieser Arbeitsplätze zu kämpfen, wenn er in Gefahr ist.
  • Ich will eine pragmatische Wirtschafts- und Innovationsförderung, die die Bedürfnisse unserer Unternehmen kennt und berücksichtigt. Gleichzeitig will ich dafür sorgen, dass Wachstum flächendeckend möglich ist, also auch in den kleinen Gemeinden. Diese Grundeinstellung hat die Region erfolgreich gemacht. Die guten Programme zur Förderung kleiner und mittlerer Unternehmen und zur Beschäftigung durch Innovation müssen wir daher fortführen und gezielt ausbauen. Zudem will ich ein fruchtbares Umfeld für Firmenneugründungen und Start-ups schaffen.
  • Die emsländische Vollbeschäftigung ist Fluch und Segen zugleich. Sie ist das Nadelöhr für weiteres Wachstum, denn die Unternehmen haben Probleme, ihre offenen Stellen zu besetzen. Ich will das Anwerben von Fachkräften und Arbeitskräften aus anderen Regionen weiter vorantreiben. Dazu müssen wir am eigenen Image feilen und zusammen mit den Unternehmen die Stärke und Vorzüge unseres Landkreises und seiner Arbeitgeber bewerben.
  • Der Landkreis Emsland hat in der Vergangenheit sehr stark von Zuwanderung profitiert, insbesondere die Wirtschaft stände ohne Vertriebene, Aussiedler, Gastarbeiter nicht da, wo sie heute steht. Auch vor diesem Hintergrund brauchen wir weiterhin die klassische Arbeitsmigration sowie eine Integration der Menschen, die in der jüngeren Vergangenheit bei uns Asyl gefunden haben, in unseren Arbeitsmarkt.
  • Das deutsche Modell der dualen Ausbildung verbindet Wissen und Können. Auch hier müssen wir gemeinsam antreten und deutlich machen, welch spannende Karrierewege sich auch ohne Studium auftun.
  • Mit den emsländischen Netzwerken, z. B. der Wirtschaftsverband Emsland oder MEMA – wollen wir dazu beitragen, dass Mehrwerte entstehen und dass Wissen geteilt wird. In einer dynamischen Zeit, die geprägt ist von Megatrends wie Digitalisierung oder Industrie 4.0, will ich so für unsere Unternehmen passgenaue Unterstützungsangebote schaffen.
  • Das Emsland ist Energieland. Ein großer Einschnitt ist, dass das Kernkraftwerk Emsland 2022 vom Netz gehen wird. Ich will in enger Zusammenarbeit mit der Hochschule in Lingen und den Kompetenzzentren IT und Energie dafür kämpfen, dass die hervorragenden Energiestrukturen innovativ genutzt werden, um das südliche Emsland als Energieregion zu sichern.

Verlässliche Bildung

Bildung ist der Schlüssel für den Erfolg des Einzelnen und damit die Grundlage unseres Wohlstandes. Wir brauchen flächendeckende Bildungsangebote für alle – und das ein Leben lang. Es gilt, frühe Chancen zu ermöglichen, etwa durch Sprachförderung und gut ausgestattete Kitas. Moderne Schulstandorte und eine Vielfalt in der Erwachsenbildung sind weitere Eckpfeiler des lebenslangen Lernens. Entscheidend ist, dass die Akteure sich nicht auf ihre Zuständigkeiten zurückziehen, sondern vernetzt sind und sich abstimmen. Diesen Weg geht der Landkreis als Bildungsregion – und diese Erfolgsstory möchte ich weiterschreiben.

  • Eine frühe Sprachförderung für Kinder mit und ohne Migrationshintergrund eröffnet erst den Zugang zur Bildung und die Teilhabe in unserer Gesellschaft. Diese zentrale Basis zu legen bleibt ein vordringliches Anliegen.
  • Unter dem Stichwort „kurze Wege für kurze Beine“ brauchen wir wohnortnah verschiedene Schulformen für alle Altersgruppen – unabhängig von allen ideologischen Standpunkten. Ergänzt werden muss das schulische Spektrum durch gute Angebote im musischen und kreativen Bereich.
  • Ganztagsunterricht als freiwilliges Angebot ist ein weiterer Aspekt, um den Erziehungs- und Bildungsauftrag besser zu erfüllen. Diese Möglichkeit soll den Unterricht ergänzen und zu mehr Chancengerechtigkeit sowie einer besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf beitragen.
  • Ein Problem, das wir verstärkt angehen müssen, ist, dass viele Jugendliche die Schule ohne einen Abschluss verlassen. Hier müssen wir gegensteuern, insbesondere auch mit Blick auf die hohe Quote an ausländischen Jugendlichen, die ohne Schulabschluss dem Arbeitsmarkt nur sehr bedingt zur Verfügung stehen.
  • Um Fehlentscheidungen und falsche Erwartungen auf beiden Seiten zu minimieren, müssen wir den jungen Menschen im Zuge der Berufsorientierung die zahlreichen Perspektiven realistisch vor Augen führen, die sich im Emsland bieten. Gleichzeitig gilt es, sie passgenau fit zu machen für die Herausforderungen des Arbeitsmarktes.
  • Ein weiteres bildungspolitisches Handlungsfeld sehe ich im Lebenslangen Lernen. Globalisierung und Digitalisierung in Kombination mit dem demographischen Wandel bedingen, dass wir uns in immer kürzerer Zeit immer mehr Wissen aneignen müssen, im privaten Bereich, insbesondere aber auch im Berufsleben. In diesem Kontext benötigen wir passgenaue, erschwingliche und barrierefreie Bildungsangebote für alle Altersstufen.

Familien und Lebensqualität stärken

Lebensqualität interpretiert jeder Einzelne anders. Ich bin dennoch der festen Überzeugung, dass das Emsland beste Rahmenbedingungen bietet und jeder Mensch – unabhängig von Alter, Geschlecht oder Einkommen – hier sein Glück finden kann. Einzelne Aspekte stechen dabei besonders heraus: etwa die Familienfreundlichkeit oder die günstigen Lebenshaltungskosten. Mein Ziel ist, die Bedingungen bestmöglich mitzugestalten, unsere Stärken zu stärken und die Schwächen zu schwächen – zum Wohle aller Bürgerinnen und Bürger im Emsland.

  • Ein gewichtiges Argument für unseren Standort sind die niedrigen Lebenshaltungskosten, die uns als ländliche Region auszeichnen. Insbesondere das Bauen und Wohnen muss auch in Zukunft erschwinglich bleiben.
  • Zusammenhalt und Miteinander sind elementare Faktoren für unseren Erfolg. Ich will dazu beitragen, dass die Menschen vor Ort zusammenfinden, will Prozesse anstoßen und das Miteinander stärken.
  • Ein Aspekt der Lebensqualität vor Ort und wichtig für das Miteinander ist ebenfalls ein breites Vereins- und Freizeitangebot. Ich will Anreize schaffen, damit für alle Generationen entsprechende Angebote vorhanden sind.
  • Der ländliche Raum ist für Familien besonders attraktiv – und das muss auch so bleiben. Gerade mit Blick auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf müssen wir die sich verändernden Rahmenbedingungen berücksichtigen, etwa mit innovativen Betreuungsmodellen im Bereich Kita und in der Pflege.
  • Mit der Elternschaft geht immer auch hohe Verantwortung einher. Ich will gezielte Unterstützung für die bieten, die unsere Hilfe benötigen. Für Eltern genauso wie für Kinder.

Den ländlichen Raum schützen und entwickeln

Das Emsland ist eine ländliche, bodenständige Region – und darauf können wir stolz sein. Wir müssen uns nicht mit den Metropolen vergleichen, sondern verfügen über zahlreiche eigene Stärken, um die uns viele Städte und Kreise beneiden. Gleichwohl muss es uns gelingen, die eigenen Stärken in die Zukunft zu tragen und die Dörfer lebendig zu halten. Denn unsere Bevölkerung wird im Durchschnitt älter und vielfältiger – und daraus ergeben sich gerade in der Fläche neue Herausforderungen in der Daseinsvorsorge.

  • Der Landkreis Emsland lebt auch von seinen starken Dörfern und Gemeinden, die bei uns als Wohnort, Wirtschaftsstandort und Erholungsraum zu überzeugen wissen. Aus anderen Regionen wissen wir, dass das Aussterben von Dörfern eine Katastrophe darstellt – nicht nur für die Dörfer an sich, sondern genauso für die regionale Wirtschaftskraft und die umliegenden Zentren.
  • Wir müssen Lösungen entwickeln, um die Dörfer und Gemeinden zu stärken und lebendig zu halten. Dabei sind viele Bereiche tangiert – und wir orientieren uns an der Leitfrage, wie man ein Leben im ländlichen Raum vom Säugling bis zum Senior attraktiv gestalten kann.
  • Dazu gehören wohnortnahe Kindergärten und Schulen, also kurze Wege für kurze Beine.
  • Der Bereich der Nahversorgung ist wichtig, ob mit Blick auf die medizinische Versorgung, die Einkaufsmöglichkeiten, die Post oder die Bank. Hier will ich viele Partner an einen Tisch holen, um Perspektiven zu entwickeln, gezielt zu unterstützen und Synergieeffekte zu nutzen.
  • Zentral ist auch das altengerechte Wohnen: Im Vergleich zu Ballungsräumen gibt es bei uns deutlich mehr Wohneigentum, mehr Einfamilienhäuser sowie deutlich größere Grundstücke und Gärten. Wir müssen aber verhindern, dass Häuser leer stehen, weil sie nicht mehr von der älteren Generation genutzt werden können. Hier sind gezielte Sanierungen, Wohnraumkonzepte oder neue Nutzungsmodelle erforderlich.

Unsere Mobilität sichern

Es liegt in der Natur der Sache, dass im ländlichen Raum die Entfernungen groß sind. In unserem wirtschaftlich starken Emsland ist der Individualverkehr durch eigene Pkw überdurchschnittlich ausgeprägt, d. h. ein Großteil der Menschen legt die Strecken mit dem eigenen Auto zurück. Vor diesem Hintergrund und mit Blick auf die Einwohnerzahl kann deshalb ein öffentlicher Personennahverkehr niemals die Dimension und Taktung großstädtischer Verhältnisse einnehmen. Trotzdem brauchen wir einen attraktiveren ÖPNV als umweltfreundliche Alternative zum Auto. Gleichzeitig benötigen wir Lösungen für Kinder, Jugendliche und insbesondere für die wachsende Gruppe der Älteren. Wir müssen also kreativ sein, um die eigene Mobilität für alle zu sichern.

  • Es muss gelingen, die bestehenden Angebote im ÖPNV attraktiver und zeitgemäßer zu gestalten, damit sie eine echte Alternative zum Auto darstellen. Das kann gelingen über Echtzeitinformationen, einen emslandweit einheitlichen Tarif, eine bessere Barrierefreiheit und eine optimierte Verzahnung der bestehenden Angebote.
  • Ein weiterer Ansatz besteht in der Flexibilisierung der öffentlichen Mobilitätsangebote. Rufbusse etwa verkehren gezielt da, wo sie benötigt werden und stellen allemal eine bessere Alternative dar als leere Busse durch den Landkreis fahren zu lassen.
  • Bürgerbusse gehen in eine vergleichbare Richtung, werden aber getragen durch das bürgerschaftliche Engagement vor Ort. Solche Angebote will ich gezielt unterstützen und fördern, auch bei der Bewältigung finanzieller und bürokratischer Hürden.
  • Die Digitalisierung kann dabei einen besseren Zugang zu den neuen Mobilitätsangeboten eröffnen. Gleichzeitig will ich bei Pilotvorhaben zu Elektromobilität und zum autonomen Fahren das Emsland in Stellung bringen, um diese Zukunftsthemen frühzeitig zu besetzen und für den ländlichen Raum zu sichern.
  • Zudem müssen wir das Angebot im Bahnverkehr weiter stärken. Ich werde Gespräche mit den Verantwortlichen der Deutschen Bahn und der Westfalenbahn suchen, um die Zukunftsperspektiven für die emsländischen Bahnverbindungen zu sichern.
  • Die Fortschreibung des Nahverkehrsplanes im Emsland muss die genannten Aspekte gezielt berücksichtigen und einen Schwerpunkt legen auf die demografischen Perspektiven der Region.

Im Fokus: Gesundheit & Soziales

Als Christdemokrat stelle ich den Menschen in den Mittelpunkt meines Handelns. Bei zwei Aspekten kommt dieser Grundgedanke besonders zum Ausdruck. Da ist zum einen das Thema Gesundheit. Es muss trotz aller demografischen Trends gelingen, gute Strukturen im emsländischen Gesundheitswesen vorzuhalten. Denn der wachsende medizinische Behandlungsbedarf geht einher mit einem zunehmenden Ärztemangel und fehlenden Kräften in der Pflege – dieser Herausforderung müssen wir uns stellen. Das zweite große Handlungsfeld ist der Bereich Soziales. Denn die CDU ist nicht nur eine Partei für die Starken, sondern auch für die Schwachen. Ob in Bildung, Erziehung oder Arbeit – wir müssen diejenigen unterstützen, die Hilfe benötigen, und dabei ein Auseinanderdriften der Gesellschaft bei uns verhindern.

  • Ein zentraler Punkt ist die flächendeckende medizinische Versorgung. Der Ärztemangel ist weitestgehend hausgemacht: zu wenig Studienplätze, zu hohe Zulassungsvoraussetzungen. Hier will ich mit den Verbänden und unseren Abgeordneten Druck machen, damit das System grundlegend reformiert wird.
  • Vor Ort will ich zudem die bestehenden Instrumente, um dem drohenden Ärztemangel zu begegnen, etwa die Vergabe von Stipendien oder Zuschüsse bei Praxisneugründungen im Emsland, weiter stützen und zielgerichtet ergänzen.
  • Die Pflege von Kranken und Älteren steht ebenfalls weit oben auf der Agenda, weil abzusehen ist, dass Bedarf und Möglichkeiten auseinander klaffen werden. Wir müssen deshalb jetzt schon beginnen, Pflegekräfte aktiv anzuwerben und auch über Vergütung, Attraktivität und Image des Pflegeberufs sprechen.
  • Ebenso stehe ich für den Erhalt unserer Krankenhäuser. Auch hier gilt: keine Zentralisierung, sondern Angebote im wahrsten Sinne des Wortes „nah beim Menschen“.
  • Bei weniger Ärzten und damit zwangsläufig wachsenden Entfernungen zu Fachärzten müssen wir neue Modelle erproben: Das reicht von Mobilitätsangeboten für die Fahrt zur Behandlung bis zum Ausbau der Telemedizin.
  • Auch eine Bündelung von Kapazitäten ist denkbar, etwa indem Fachärzte zumindest an einzelnen Tagen Sprechstunden vor Ort anbieten oder Ärzte in Teilzeit arbeiten.
  • Als Chancengesellschaft muss es uns zudem ein wichtiges Anliegen sein, unseren Mitmenschen in schwierigen Situationen Hilfe zu gewähren und ihnen Perspektiven zu entwickeln – über alle Disziplinen und Altersgruppen hinweg.
  • Im Schulterschluss mit den Sozialdiensten und anderen Partnern unterstützen wir frühe Hilfen für Kinder genauso wie die vielfältigen Beratungsdienste, etwa im Bereich Sucht oder bei psychischen Problemen.

Starke Landwirtschaft
und gesunde Umwelt

Das Emsland ist von der Landwirtschaft geprägt, die die Region stark gemacht hat und auch weiter zu uns gehört. Mit ihrem Umsatz und ihren Arbeitsplätzen bleibt sie weiterhin ein ganz wichtiger Wirtschaftszweig und benötigt Wachstumschancen und Entwicklungsperspektiven. Gleichzeitig muss sie aber berücksichtigen, dass sie sich im Spannungsfeld zwischen Gesellschaft, Tourismus und Umweltschutz befindet. Unabhängig von der Landwirtschaft ist insbesondere die Bewahrung der Schöpfung für uns Christdemokraten ein wichtiges Anliegen. Es gilt die biologische Vielfalt im Emsland zu wahren und gezielt zu fördern. Außerdem stehe ich ein für den Klimaschutz und den Ausbau erneuerbarer Energien, der maßvoll weiter vorangetrieben werden sollte.

  • Die Landwirtschaft steht vor großen Herausforderungen und weiß selbst, dass es an vielen Punkten Grenzen gibt. Ich nenne als Beispiele nur den herrschenden Strukturwandel, die Rufe nach mehr Transparenz und Tierwohl sowie die neuen Vermarktungskonzepte. Bei diesen Herausforderungen will ich die Landwirte unterstützen und den Dialog intensivieren.
  • Viele bürokratische Regelungen sind unnötig und erschweren die Arbeit der Landwirte. Selbst die Verringerung von Immissionen oder die Vergrößerung eines Stalls aus Tierwohlgründen sind im Einzelfall aus bürokratischen Gründen nicht realisierbar. Hier will ich das Gespräch suchen, um gemeinsam mit Land und Bund Lösungen zu entwickeln.
  • Im engen Dialog mit der Landwirtschaft will ich das Thema Grundwasserschutz im Emsland vorantreiben und nachhaltige Lösungen finden. Die Wasserqualität und -menge zu sichern ist ein ganz wichtiges Zukunftsthema – auch wenn Lösungen komplex und teuer werden müssen wir jetzt handeln.
  • Ein Aspekt, der die biologische Vielfalt im Landkreis beeinträchtigt, ist die „Vermaisung“ der Region als Grundlage für die Biogasanlagen. Hier will ich mit den Beteiligten an einen Tisch kommen und Lösungsansätze entwickeln, auch unter Berücksichtigung alternativer Rohstoffe, wie sie das Netzwerk 3N in Werlte erforscht.
  • Ohnehin müssen wir auf der Basis bestehender Projekte (z.B. „Hot Spot“) weiter daran arbeiten, die Flora und Fauna gesund zu halten und ihr den notwenigen Freiraum zu geben.
  • Schon jetzt hat das Emsland die Klimaziele der Bundesrepublik deutlich übertroffen. Beim weiteren Ausbau der Windkraft müssen wir nun mit Augenmaß vorgehen, technische Fortschritte und Speichermöglichkeiten berücksichtigen sowie eine weitere Beeinträchtigung unseres Landschaftsbildes vermeiden.
  • Der Stromtransport vom Norden in den Süden wird durch den Bund durchgesetzt und kann vor Ort nicht verhindert werden. Wenn weitere Trassen durch das Emsland führen, dann müssen diese gebündelt und möglichst per Erdkabel realisiert werden, um die Belastungen für die Bevölkerung gering zu halten.

Erfolgsfaktor Infrastruktur

Das Emsland hat es auch groß gemacht, dass es immer offen war für neue Infrastruktur. Diesen Weg müssen wir weitergehen, denn Stillstand ist an diesem Punkt Rückschritt. Das gilt für die klassische Verkehrsinfrastruktur genauso wie für den Ausbau der digitalen Infrastruktur. Denn gerade im ländlichen Raum ist eine gute Verkehrs- und Kommunikationsanbindung ein zentrales Kriterium für die Standortwahl – für den einzelnen Menschen genauso wie für ein Unternehmen.

  • Wir brauchen den vierspurigen Ausbau der E 233. Für das Emsland im Herzen Europas ist sie die wichtigste Ost-West-Verbindung und kann nach dem Vorbild der Autobahn 31 wesentlich dazu beitragen, dass die Region auch in Zukunft wirtschaftlich erfolgreich ist – und nachfolgende Generationen gut im Emsland leben können.
  • Wir müssen zudem unsere Kreisstraßen und Brücken in Schuss halten, diese Daueraufgabe darf nicht vernachlässigt werden. Mit Blick auf den teils schlechten Zustand der Landesstraßen will ich im Schulterschluss mit unseren Abgeordneten in Hannover Druck machen.
  • Die zunehmende Verkehrsbelastung macht auch unter ökologischen Gesichtspunkten einen weiteren Ausbau des Dreiklangs Straße-Schiene-Wasser erforderlich, den ich gezielt vorantreiben möchte.
  • Zur Infrastruktur gehört aber genauso die Digitalisierung. Mit seiner großen Breitbandoffensive hat der Landkreis Emsland wichtige Pflöcke eingeschlagen und ist niedersachsenweit vorne dabei. Die „weißen Flecken“ mit einer schlechten Breitbandversorgung werden aktuell deutlich minimiert – aber ich will das Gigabitzeitalter für 100 Prozent und auch die letzten Flecken im Emsland versorgen.
  • Eine flächendeckende Mobilfunkabdeckung ist ein weiterer Standortfaktor und Voraussetzung für die zahlreichen Anwendungen unserer digitalen Zukunft – vom autonomen Fahren bis hin zur medizinischen Notfallversorgung. Hier will ich Fakten schaffen und für das Emsland eine Vorreiterrolle der ländlichen Regionen anstreben.

Mehr Sicherheit & Ordnung

Sicherheit ist kein Luxus, sondern ein Grundbedürfnis. Dennoch werde ich mich vor dem Hintergrund von Terrorismus und immer wahrscheinlicher werdenden Lagen wie Hochwasser oder Stromausfall für eine weitere Stärkung des Katastrophenschutzes und eine Förderung von Feuerwehr, dem Technischen Hilfswerk und den Hilfsorganisationen einsetzen.

  • Wenn wir von Sicherheit reden, reden wir natürlich von der Polizei, die wir zwingend in der Fläche brauchen. Jede Bemühung, Kräfte im großstädtischen Bereich zu konzentrieren, ist falsch – dagegen werde ich mich auch wehren.
  • Als Stabsleiter im Katastrophenschutz weiß ich, dass die hiesigen Strukturen stimmen und der Landkreis Emsland in der Lage ist, seine Bevölkerung zu schützen. Haupt- und Ehrenamt kooperieren gut und arbeiten Hand in Hand. Ich will das hohe Engagement der Beteiligten kontinuierlich stützen durch gute technische und personelle Rahmenbedingungen.
  • Ich will ein Problem angehen, vor dem der gesamte Rettungsdienst in Deutschland steht: die explodierenden Einsatzzahlen. Bei einer Steigerung von 25 Prozent in fünf Jahren besteht auch im Emsland Handlungsbedarf: Die verschiedenen Stufen der Hilfe müssen passgenau aus einer Hand „disponiert“ werden und wir müssen neue Wege finden, die Systeme zu verzahnen.
  • Unsere Gesellschaft lebt davon, dass es Werte und Regeln gibt, die für alle gelten, unabhängig vom kulturellen Hintergrund. Die öffentliche Sicherheit und Ordnung muss von den Ordnungsbehörden und der Polizei konsequent geschützt werden.  

Für uns und die Gäste: Kultur und Tourismus

Auch wenn sich das Kulturangebot in unserem Landkreis auf einer großen Fläche verteilt – verstecken muss sich die kulturelle Vielfalt im Emsland keineswegs. Diese reicht von den Museen mit ihren verschiedenen Schwerpunkten über das Besucherzentrum der Meyer Werft bis hin zu den Veranstaltungen der Heimatvereine oder Auftritte internationaler Musikgrößen in der Emsland-Arena. Von diesem Spektrum profitieren Einheimische genauso wie die zahlreichen Gäste, denn auch der Tourismussektor hat sich bei uns längst zu einem wertvollen Wirtschaftsfaktor entwickelt.

  • Auch wenn ländliche Regionen mit Blick auf ihr kulturelles Angebot oftmals belächelt werden, sucht die Angebotsbreite im Emsland tatsächlich ihresgleichen. Diese Vielfalt will ich halten und um einzelne Angebote ergänzen.
  • In der Kulturlandschaft will ich helfen, dass nicht nur die großen, publikumsstarken Bereiche Erfolg haben, sondern dass auch Nischen erfolgreich besetzt werden können. Dabei müssen wir die demografischen Aspekte berücksichtigen und einen gesunden Mix an Angeboten fördern, der sowohl die wachsende Gruppe der Älteren ins Auge fasst als auch jüngere Fachkräfte anspricht.
  • Das Emsland ist als Radfahrparadies bekannt – diesen Status hat sich die Region hart erarbeitet. Ihn zu behalten wird ungleich schwerer, denn mit der Verbreitung von Elektrofahrrädern treten neue Wettbewerber auf den Plan. Umso wichtiger ist es, weiter unsere Hausaufgaben zu machen, das Radwegenetz stetig zu optimieren und mit den touristischen Anbietern gezielte Angebote für Radfahrer zu schnüren.
  • Ich möchte, dass wir unsere Standortvorteile gezielt ausschöpfen, wie es zum Beispiel mit Blick auf die Naturparke Bourtanger Moor und Hümmling schon erfolgt. Das können wichtige Alleinstellungsmerkmale sein für die Tourismus-Marke Emsland, um die Region in Kombination der Angebote attraktiv zu halten.

Ehrenamt und Sport fördern

Das Berlin-Institut hat in seiner Studie 2017 unterstrichen, was wir im Emsland längst wissen – nämlich dass Pragmatismus, Zusammenarbeit und ehrenamtliches Engagement unseren Landkreis so stark und erfolgreich machen. Wir müssen alles daran setzen, dass wir weiterhin zusammenhalten und wir ein Auseinanderdriften der emsländischen Gesellschaft verhindern. Zentral sind hierbei die Vereine, in denen das Leben stattfindet. Gerade der Sport ist im Emsland flächendeckend zu Hause und nimmt eine gesellschaftliche Funktion wahr, die ich weiter stützen will.

  • Die Menschen im Emsland sind über alle Altersgrenzen hinweg ehrenamtlich aktiv. Ob im politischen Ehrenamt, im Sport, in den Kirchen, im Rettungswesen oder in der Integrationshilfe – die Menschen setzen sich ein und sind füreinander da. Diesem Engagement gebühren meine Anerkennung und mein Respekt.
  • Immer mehr bürokratische Hürden erschweren aber diesen bürgerschaftlichen Einsatz, ein Beispiel ist die Datenschutzgrundverordnung. Ich will die gezielte und niedrigschwellige Unterstützung für alle Ehrenamtlichen ausbauen, will noch mehr Beratungs- und Schulungsangebote, um den Ehrenamtlichen den Rücken freizuhalten.
  • Besonderes Augenmerk lege ich auf die Jugendarbeit der emsländischen Vereine, denn sie ist ein wesentlicher Faktor, um ehrenamtliches Engagement in die Zukunft zu tragen.
  • Als Landkreis können wir unterstützen und Impulse geben, verwirklicht und gelebt wird der Alltag jedoch von den Menschen vor Ort. Das Ehrenamt kann Lösungsansätze für demografische Herausforderungen auf dem Land bieten, um die gemeinsame Lebensqualität nachhaltig zu verbessern. Beispiele sind lokale Einkaufs- und Fahrdienste oder die Seniorenbegleitung. Hier will ich eine bedarfsorientierte Förderung etablieren, die in enger Kooperation mit den Beteiligten die individuellen Belange vor Ort berücksichtigt.
  • Das Ehrenamt leistet bei der Integration von Flüchtlingen hervorragende Arbeit, die durch das Hauptamt unterstützt gehört. Wir müssen gemeinsam alles tun, damit die Menschen, die bei uns Schutz suchen und eine Bleibeperspektive haben, Teil unserer emsländischen Gesellschaft werden. Integration darf sich aber nicht nur auf Flüchtlinge beziehen, sondern muss auch die vielen EU-Bürger, die bei uns arbeiten, im Blick haben.
  • Der Sport umfasst den Löwenanteil im emsländischen Vereinswesen, allein dem Kreissportbund gehören 344 Vereine an. Von gesundheitlichen Aspekten ganz abgesehen, kommen im Sport vor allem die Menschen zusammen, sie reden miteinander und tauschen sich aus – eine wertvolle gesellschaftliche Funktion.
  • Ganz wichtig ist der Sport daher mit Blick auf Inklusions- und Integrationsaufgaben. Auch aus dieser Perspektive ist die Sportförderung durch den Landkreis, die ein funktionierendes und breites Sportangebot sichert, gut investiertes Geld.
  • Ich will in einem emsländischen „Pakt für den Sport“ die zukünftige Entwicklung und die Förderung des organisierten Sports im Emsland festschreiben und damit nachhaltig sichern.

Effektive Verwaltung

Die Verwaltung verstehe ich als Dienstleister für die Menschen, der Vorhaben ermöglicht, nicht verhindert. Dabei bin ich der Meinung, dass der Staat bzw. die Behörden nicht alles regeln und in alle Lebensdetails eingreifen müssen. Wenn die Verwaltung effektiv, schnell und bürgerfreundlich agiert, ist dies ein wesentlicher Standortfaktor für die Region. Dies zu gewährleisten sehe ich als eine Daueraufgabe – wir müssen uns kontinuierlich selbst hinterfragen und Prozesse gezielt optimieren. Helfen können dabei neue technische Möglichkeiten, um mehr Transparenz, Bürgernähe und Effizienz zu realisieren. Verwaltung muss bürgernah und verständlich sein. Wo wir es selbst in der Hand haben, will ich Verwaltungsprozesse verschlanken und überflüssige Bürokratie reduzieren.

  • Die digitale Verwaltung ist ein weiteres Ziel. Dies gilt sowohl für die inneren Abläufe als auch für den Bürger, der seine Behördengeschäfte digital abwickeln möchte – als Angebot, nicht als Pflicht. Hier hat die öffentliche Verwaltung im Vergleich zu weiten Teilen der Wirtschaft Nachholbedarf.
  • Die Effizienz der emsländischen Verwaltung kann ebenfalls erhöht werden, indem Aufgaben in der kommunalen Familie zentralisiert und gemeinsam angegangen werden – mit Blick auf die Digitalisierung genauso wie beispielsweise bei großen Ausschreibungsverfahren.
  • Ich stehe auch für den Dialog. Ich will, dass die Bevölkerung Verwaltungshandeln besser nachvollziehen kann – deshalb will ich die Transparenz erhöhen und den Austausch fördern.

Meine Ziele für unser Emsland...